Hilfe für Startups

Startups machen Fehler, die vermeidbar sind

Hi, ich bin Moritz, ich bin Informatiker, ich arbeite in einem Keller und bin allergisch gegen das Sonnenlicht.

Mal Hand aufs Herz. Wer hat dieses Bild im Kopf, wenn er an einen Informatiker denkt? Alle die jetzt „Nein“ sagen, sind entweder selbst Informatiker oder waren nicht ehrlich. Warum frage ich das? Heute werde ich euch ein bisschen vor Augen führen, was für Vorurteile und festgefahrene Meinungen Startups gegenüber dem technischen Bereich haben. Denn in den seltenstem Fällen haben Startups direkten Zugriff auf einen Entwickler, der sie unterstützt. Das resultiert dann oft in Unwissenheit, die wiederum zu Anfängerfehlern führt, die sich ganz einfach vermeiden lassen.

Stures beharren auf Technologien

  • Wer von euch hat schon mal von React.js gehört?
  • Wer ist der Meinung, dass das der heiße Scheiß in der Webentwicklung ist?
  • Gut, und wer weiß was React eigentlich ist?

Bei der letzten Frage macht sich dann oft Stille breit. Die meisten Startups kennen eine Webtechnologie, weil sie die mal irgendwo gehört haben oder weil sie von irgendjemandem empfohlen wurde. Das Problem dabei ist, dass diese Startups dann komplett auf dieser Technologie beharren und keine Alternative akzeptieren. Sie wollen dann, dass ihr Projekt unbedingt (jetzt in diesem Fall) mit React umgesetzt wird. Das kann natürlich auch auf jede andere Technologie zutreffen. Dabei gibt es genug Alternativen, die für das eigene Konzept vielleicht besser geeignet sind, sowohl aus Kosten- als auch Wartungsgründen.

Ein Beispiel:
Ein Startup kam zu mir und wollte, dass ich ihre Webseite mit React entwickle. Diese Webseite musste nicht viel können. Sie sollte einen Blog haben, ein paar Firmeninfos anzeigen und einen Downloads-Bereich für Dateien haben, wie PDF Dokumente oder Ähnliches. Ich habe dann natürlich gefragt, warum React? Eine einfache WordPress Seite wäre dafür viel besser für geeignet.

  1. Ist das wesentlich billiger, weil sie einfacher zu entwickeln und zu verwalten ist.
  2. Ist sie 100 mal besser für Suchmaschinenoptimierung geeignet, was für einen Blog natürlich nicht ganz unwichtig ist.

Das Startup wollte aber auf keinen Fall davon abrücken React zu benutzen. Sie haben so stark in ihrem Kopf verankert, dass diese Technologie die einzig wahre Lösung ist, dass sie dann enttäuscht nach Hause gegangen sind und ihr Projekt hingeschmissen haben.

Startup Beratungsgespräch

Nicht falsch verstehen, ich habe überhaupt nichts gegen React, ich mag es wirklich sehr. Man sollte nur wissen für was man React einsetzt und warum.

Also was ist der erste Tipp, den ich euch geben kann?

Beharrt nicht auf einer Technik, wenn euch etwas anderes empfohlen wird.

 

Eine Meinung reicht nicht

Unmittelbar ist das erste Problem mit dem zweiten verknüpft. Es reicht nicht aus nur eine Person zu fragen, was ihr am besten tun sollt. Besonders nicht, wenn ihr nicht einschätzen könnt, ob die Person weiß wovon sie redet oder nicht. Dafür müsst ihr verstehen, dass Informatik wie verschiedene Religionen funktioniert. Jeder Entwickler bewegt sich innerhalb einer bestimmten Glaubensrichtung bzw. seinen Gewohnheiten und Vorlieben. Es gibt in den meisten Fällen nicht DIE eine Technik, die für etwas geeignet ist. Nicht alle Wege führen nach Rom, aber viele.

Informatik = Religion

Der zweite Tipp ist:

Holt euch mehrere Meinungen ein!

 

Jetzt fragt ihr euch natürlich zu Recht: „Hey Moritz, warum soll ich denn jetzt speziell auf dich hören?“

Ich spreche grad als ehemaliger Startup Gründer zu euch und nicht als Entwickler. Ich sehe mich gerade mehr in der Position als Coach. Ich habe schon viele Technologien verglichen und ausprobiert. Dadurch habe ich gute Vergleichswerte und kann einschätzen was man wofür einsetzen kann und sollte.

ABER: Ich habe euch ja grad beigebracht, keinem blind zu vertrauen.
DESHALB: Falls ihr mal bei mir in der Beratung seid, informiert euch über die Techniken, die ich euch empfohlen habe und entscheidet dann.

 

Serveranforderungen werden nicht bedacht

Thema Serverkosten und Hosting. Das ist eine Sache, die von vielen ignoriert und erst angegangen wird, wenn es zu spät ist. Durchschnittliche Projekte benötigen 3 Server. Einen für das Frontend, einen für das Backend und einen für die Datenbank. Hier wird nicht bedacht, dass die Kosten dafür je nach Auslastung stark variieren. Nicht selten kommt es vor, dass man monatliche Serverkosten von 100-200 € hat und das nur in der Anfangsphase.

Abschätzung der Serverkosten

Schätzt im Vorfeld 2 Dinge realistisch ab:

1. Wieviele Nutzer werden meine Anwendung täglich verwenden?

2. Wieviele Nutzer werden im Worst Case exakt gleichzeitig meine Anwendung benutzen?

 

Dateien müllen euren Server voll

Stark im Zusammenhang mit dem vorherigen Problem steht das Thema Datei-Uploads. Auch wenn ihr glaubt „Mein Konzept funktioniert nicht ohne, dass der Nutzer Dateien zu uns hochladen kann“. Vermeidet jeden Upload der unnötig ist! Dateihaltung ist mit Abstand das Teuerste bei den Serverkosten, sobald man eine bestimmte Größe erreicht hat. Der Preis steigt immer weiter mit steigender Nutzerzahl. Denn wenn der Server voll ist, muss neuer Speicherplatz dazu gekauft werden und das passiert schneller als man denkt. Überlegt euch in eurem Konzept, ob ihr das nicht anders lösen könnt, z.B. durch Informationen in Eingabefeldern oder ähnliches.

Datei-Uploads

Wenn es trotzdem gar nicht anders geht, dann solltet ihr noch auf 3 Dinge achten.

1. Nehmt Bilddateien wie JPGs oder PNGs anstatt PDFs

2. Dateien in einem bestimmten Zyklus löschen

3. Keine selbst aufgesetzten Server, sondern Cloud Storages wie AWS S3

 

Kein Budget mehr für die Weiterentwicklung

Eine letzte Sache will ich noch ansprechen. Plant in euer Budget nicht nur die initiale Entwicklung eures Projekts ein, sondern auch die Wartung und Weiterentwicklung. Viele gehen davon aus: „Jaaa, dann baut mir der Programmierer mein Projekt und dann habe ich Ruhe!“.

Nene! was ist denn, wenn nach einiger Zeit unvorhergesehene Fehler auftreten oder ihr die Funktionen weiterentwickeln wollt. Wenn ihr das nicht vorher klar kommuniziert oder einplant, dann ist der Entwickler nach dem Projekt plötzlich weg, hat keine Zeit mehr oder ihr habt schlicht und ergreifend kein Geld mehr um ihn zu bezahlen.

Weiterentwicklung

Dann muss ein anderer Entwickler gesucht werden, was quasi eine nicht zu bewältigende Aufgabe ist. Der neue Entwickler müsste mit fremdem Code ohne Einführung klar kommen und das will sich meistens keiner antuen. Und falls doch, dann versteht er vielleicht bestimmte Funktionen nicht und macht euer Programm im schlimmsten Fall kaputt. Zusätzlich müsstet ihr ihn für die Einarbeitungszeit bezahlen, wobei ihr dann nicht mal sicher sein könnt, ob das Früchte trägt.

Ihr seht, das hat nur Nachteile. Versucht also folgendes:

Bindet euren Programmierer langfristig und plant Budget dafür ein!

 

Kostenloses Startup Programm von KI Ware

Zum Abschluss hab ich noch ein besonderes Angebot für euch. Wir bieten bei KI Ware ein Startup Programm an.

Was beinhaltet das? Ihr bekommt von uns eine kostenlose Beratung. Dafür nehmen wir uns ein paar Stunden Zeit, setzen uns mit euch zusammen und beraten euch, wie ihr euer Projekt technisch verwirklichen könnt. Ob ihr dann anschließend mit uns zusammen arbeiten möchtet, ist dann euch überlassen.

Weitere Infos findet ihr unter www.ki-ware.de/startups